Haltung &
Ernährung

Alle Tiere brauchen artgerechte Haltung, ausreichend Bewegung und Pflege. Eine ausgewogene Ernährung, frisches Wasser und ein sicherer Rückzugsort sind wichtig für ihr Wohlbefinden.

Tierart
  • Katzen
  • Hunde
  • Kaninchen
  • Hamster
  • Meerschweinchen
  • Pferde
  • Hühner
  • Schafe
  • Wachteln
  • Ziegen

Katzen

Katzen sind selbstständige, sensible Tiere mit einem starken Jagdtrieb. Eine artgerechte Haltung orientiert sich an ihren natürlichen Bedürfnissen nach Bewegung, Jagd, Rückzug, Sauberkeit und sozialer Bindung (je nach Katze).

Artgerechte Haltung

Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf

Katzen sind neugierig und bewegungsfreudig. Artgerecht bedeutet:

  • tägliche Beschäftigung (Spielen, Jagdspiele, Intelligenzspiele)
  • Klettermöglichkeiten (Kratzbäume, Regale, Catwalks)
  • sichere Rückzugsorte zum Schlafen und Beobachten

Innen- oder Außenhaltung

Beides ist möglich – je nach Lebenssituation.

Wohnungskatzen brauchen viel Beschäftigung und Abwechslung:

  • Kratzmöglichkeiten
  • Fummelspiele
  • Höhlen
  • erhöhte Liegeflächen

Katzen sollten, wenn sozialverträglich, mindestens zu zweit gehalten werden. Besonders junge Kätzchen sollten immer zu zweit einziehen.

Freigänger Erleben ihr Jagd- und Bewegungsbedürfnis in der Natur.
Wichtig:

  • sichere Umgebung
  • Kastration
  • Kennzeichnung (Mikrochip)
  • regelmäßige Parasitenprophylaxe

Sauberkeit & Hygiene

Katzen sind sehr reinlich. Sie brauchen:

  • mindestens eine Toilette pro Katze + eine extra
  • tägliches Säubern
  • ruhige Toilettenstandorte

Krallen

Krallen müssen bei ausreichenden Kratzmöglichkeiten nicht geschnitten werden.

Kastration – wann und warum?

Empfohlen ab ca. 6 Monaten (vor Geschlechtsreife).

Warum wichtig?

  • verhindert ungewollten Nachwuchs
  • schützt vor Gebärmutter- und Eierstockproblemen
  • reduziert Kämpfe und Streunen
  • verhindert Markieren
  • verlängert die Lebenserwartung

Artgerechte Ernährung

Katzen sind reine Fleischfresser (obligate Karnivoren). Ihr Körper ist auf tierisches Eiweiß spezialisiert.

Hauptbestandteile einer artgerechten Ernährung:

  • viel tierisches Eiweiß
  • tierische Fette
  • wenig bis keine Kohlenhydrate
  • Taurin (lebensnotwendig!)

Nassfutter

  • hoher Fleischanteil (mind. 60–70 %)
  • kein Zucker
  • keine unnötigen Füllstoffe
  • klare Deklaration

Hochwertiges Trockenfutter

  • klare Deklaration
  • kein Zucker
  • kein Getreide

BARF (Rohfütterung)

Nur geeignet, wenn korrekt geplant mit Calcium, Taurin, Leber usw.

Wasser

Katzen trinken wenig – Nassfutter ist vorteilhaft. Viele trinken gerne aus:

  • Trinkbrunnen
  • flachen Schalen
  • breiten Näpfen

Was Katzen NICHT essen dürfen!

  • Zwiebeln & Knoblauch
  • Schokolade
  • Alkohol
  • Xylit
  • Kaffee, Tee
  • Avocado
  • rohe Kartoffeln
  • Weintrauben & Rosinen
  • gewürzte oder fettige Speisen

Katzenbabys – Warum 12 Wochen Mindestabgabe?

Sozialisierung

Lernen von:

  • Beißhemmung
  • Sozialverhalten
  • Kommunikation
  • Grenzen

Immunsystem

Abstillen bis 8.–10. Woche, danach stabileres Immunsystem.

Gehirnentwicklung

Fehlende Sozialphase führt oft zu Angst, Aggression, Unsauberkeit.

Spielenlernen

Wichtig für Jagdverhalten, Konfliktlösung, Bisskontrolle.

Hunde

Hunde sind sehr soziale Tiere, die sich stark an ihren Menschen binden und tägliche Bewegung, Beschäftigung und geistige Auslastung brauchen. Eine artgerechte Haltung berücksichtigt die Bedürfnisse des Hundes – unabhängig von Rasse oder Größe.

Artgerechte Haltung

Sozialkontakt

Hunde dürfen nicht lange allein bleiben. Sie brauchen täglichen Kontakt zu ihren Bezugspersonen und anderen Hunden. Isolation führt zu Stress, Angst und Verhaltensproblemen.

Bewegung & Beschäftigung

Jeder Hund benötigt tägliche Bewegung, angepasst an Rasse, Alter und Gesundheit.

Artgerecht sind:

  • mehrere Spaziergänge am Tag
  • Freilauf in sicheren Bereichen
  • Such- und Nasenarbeit
  • Spieleinheiten
  • geistige Förderung (Training, Tricks)

Sicherer Rückzugsort

Ein ruhiger Schlafplatz ist wichtig, damit Hunde entspannen können.

Pflege

Zur artgerechten Haltung gehören:

  • regelmäßiges Bürsten
  • Krallenpflege
  • Zahnpflege
  • Baden nur bei Bedarf
  • Parasitenkontrolle

Artgerechte Ernährung

Hunde sind Allesfresser mit Schwerpunkt Fleisch. Eine gesunde Ernährung besteht aus:

  • tierischem Eiweiß
  • Fetten
  • Gemüse & Kräutern
  • wenig bis mittleren Kohlenhydraten
  • Mineralstoffen & Calcium

Hochwertiges Nassfutter

  • hoher Fleischanteil
  • gut verdaulich
  • naturnah

Hochwertiges Trockenfutter

  • klare Deklaration
  • kein Zucker
  • kein Getreide bei sensiblen Hunden

BARF

Nur korrekt geplant (Calcium/Phosphor, Taurin, Vitamine).

Selbstgekochte Rationen

Gesund, wenn von Experten erstellt.

Wichtige Ergänzungen

  • frisches Wasser jederzeit
  • Kauartikel zur Zahnpflege (Naturprodukte)
  • Öle wie Lachsöl nach Bedarf

Was Hunde NICHT essen dürfen!

  • Schokolade
  • Trauben & Rosinen
  • Zwiebeln & Knoblauch
  • Avocado
  • Alkohol
  • Xylit (lebensgefährlich!)
  • gekochte Knochen
  • stark gewürzte oder fettige Speisen

Kaninchen

Kaninchen sind lebhafte, springfreudige und nachtaktive Tiere, die viel Platz benötigen.

Artgerechte Haltung

Kaninchen brauchen mindestens drei Quadratmeter pro Tier, da sie ihren natürlichen Aktivitätsrhythmus sonst nicht ausleben können. Für jedes weitere Kaninchen sollten zusätzlich drei Quadratmeter eingeplant werden. Das Gehege sollte aus mehreren Ebenen, Buddelbereichen, Verstecken und abwechslungsreichen Strukturen bestehen.

Gruppenkombinationen bei Kaninchen

Am harmonischsten sind Paare aus einem kastrierten Rammler und einer Häsin oder Gruppen aus mehreren kastrierten Kaninchen. Gleichgeschlechtliche oder unkastrierte Tiere vertragen sich häufig nur schlecht. Wie bei Meerschweinchen gilt: Kaninchen dürfen nicht als Ersatzpartner für Meerschweinchen dienen, sondern benötigen immer mindestens einen Artgenossen der eigenen Art.

Vergesellschaftung bei Kaninchen

Kaninchen werden stets direkt in einem neutralen Bereich miteinander vergesellschaftet. Eine Gittertrennung wird vermieden, da sie Aggressionen verstärkt und das Revierverhalten fördert. Die ersten Stunden sind geprägt von Rangordnungsstreitigkeiten wie Jagen, Aufreiten, Anbrummen oder Fellflug. Diese Verhaltensweisen sind normal, solange keine ernsthaften Verletzungen entstehen. Eine erfolgreiche Vergesellschaftung erkennt man daran, dass die Kaninchen nebeneinander ruhen, gemeinsam fressen und ein ruhiger Umgang miteinander entsteht.

Bei der Vergesellschaftung und Auswahl neuer Kaninchen ist das Aussehen völlig unwichtig. Farben, Felllänge oder Rasse spielen keine Rolle für ein harmonisches Zusammenleben.

Entscheidend sind immer:

  • Charakter
  • Alter
  • Geschlecht (kastriert/nicht kastriert)

Kaninchen haben komplexe Persönlichkeiten. Manche sind ruhiger, manche aktiver, manche dominanter oder sehr sensibel. Für eine stabile Gruppe oder ein harmonisches Paar müssen die Charaktere zusammenpassen – nicht die Optik. Auch das Alter ist wichtig: Ein junges, sehr aktives Tier passt z. B. nicht zu einem sehr alten Kaninchen, das weniger Bewegung braucht.

Neutrales Gehege & Vergesellschaftung

Was ist ein neutrales Gehege? Ein neutrales Gehege ist ein Bereich, den kein Kaninchen vorher bewohnt hat und der frei von Gerüchen, Markierungen oder Revieransprüchen ist. Die Tiere sollen sich dort begegnen, ohne dass eines sein Territorium verteidigt. Ideal sind neu eingerichtete Räume, frisch gesäuberte Bereiche oder komplett neue Ausläufe.

Was tun, wenn kein neutrales Gehege vorhanden ist?
Falls kein wirklich neutraler Bereich verfügbar ist, sollte das bestehende Gehege so neutral wie möglich gestaltet werden:

  • gründlich reinigen
  • alle Flächen heiß abwaschen oder desinfizieren
  • Einstreu komplett erneuern
  • Einrichtungsgegenstände austauschen oder gründlich reinigen
  • neue Strukturen einbringen, damit kein „Heimatgefühl“ entsteht

Wie lange dauert eine Vergesellschaftung?
Eine Vergesellschaftung ist ein Prozess und dauert oft länger als viele erwarten. Meist sind die ersten 24–72 Stunden am intensivsten, doch häufig dauert es:

  • eine Woche oder länger, bis Ruhe einkehrt
  • einige Gruppen brauchen sogar zwei Wochen, bis sie stabil sind

Niemals trennen – auch nicht nachts!
Kaninchen dürfen während der Vergesellschaftung NICHT getrennt werden. Wird getrennt, beginnt der Prozess wieder von vorn, da die Rangordnung nie abgeschlossen wird. Die Tiere müssen Tag und Nacht zusammenbleiben, bis sie sichtbar harmonisch miteinander umgehen:

  • gemeinsames Ruhen
  • gegenseitige Fellpflege
  • entspanntes Fressen

Nur bei schweren Verletzungen muss getrennt werden – leichte Rangordnungskämpfe gehören dazu.

Geschlechtsreife und Kastration

Rammler werden etwa im Alter von acht bis zwölf Wochen geschlechtsreif, Häsinnen zwischen zwölf und sechzehn Wochen. Rammler können ab etwa zehn bis zwölf Wochen kastriert werden und bleiben danach rund sechs Wochen fruchtbar. Häsinnen können ebenfalls kastriert werden, was Gebärmuttererkrankungen verhindern kann.

Winter- und Sommerhaltung

Winter: isolierte, trockene, zugfreie Hütte, viel Stroh, Sozialpartner.
Sommer: Schatten, gute Belüftung, Schutz vor Überhitzung.

Innen-aussen-Wechsel

Auszug nach draußen: spätestens September bei über 10 °C.
Rückzug nach innen: Mai, wenn Winterfell abge

Artgerechte Ernährung

Kaninchen sind reine Pflanzenfresser mit einem Verdauungssystem, das auf kontinuierlich Rohfaseraufnahme ausgelegt ist. Im Gegensatz zu Meerschweinchen können Kaninchen Vitamin C selbst bilden.
Auch bei Kaninchen gilt: Hauptnahrung ist frisches Grünfutter, ergänzt durch reichlich Heu.

Wiesenpflanzen:

  • Wiesenkräuter
  • Gras
  • Löwenzahn
  • Spitzwegerich & Breitwegerich
  • Gänseblümchen
  • Vogelmiere
  • Schafgarbe
  • Brennnessel
  • Klee (in Maßen)
  • Brombeer-, Himbeer-, Erdbeerblätter

Blattgemüse:

  • Römersalat
  • Endivie
  • Chicorée
  • Feldsalat
  • Radicchio
  • Mangold (kleinere Mengen)
  • Spinat (kleinere Mengen)

Gemüse (ergänzend):

  • Fenchel
  • Zucchini
  • Paprika
  • Sellerie
  • Gurke
  • Kürbis
  • Kohlarten (langsam anfüttern)

Kräuter:

  • Petersilie
  • Dill
  • Basilikum
  • Estragon
  • Koriander
  • Minze
  • Melisse

Zweige:

  • Apfel
  • Birne
  • Haselnuss
  • Linde
  • Weide
  • Birke

Diese sorgen für wichtigen Zahnabrieb, da Kaninchenzähne lebenslang wachsen.

Heu:
Für Kaninchen ist Heu gleichwertig wichtig wie Grünfutter. Es stabilisiert die Verdauung, hält die Darmtätigkeit aufrecht und nutzt die Zähne optimal ab. Heu muss immer frisch und unbegrenzt verfügbar sein.

Seltene Ergänzungen:

  • Karotte
  • Obst (Apfel, Birne, Beeren, Melone) – nur in kleinen Mengen!

Verbotene Pflanzen:

  • Avocado
  • Lauch, Knoblauch, Zwiebeln
  • rohe Kartoffeln
  • Tomatenpflanzen
  • Eibe
  • Oleander
  • Buchsbaum
  • Zierpflanzen allgemein
  • Brot, Knabberstangen, Misch- oder Getreidefutter

Trockenfutter bei Kaninchen

Geeignet:

  • getrocknete Kräuter
  • getrocknete Blätter
  • Blüten
  • geringe Mengen Saaten
  • reine Kräuterfutter-Mischungen (z. B. Grünhopper)

Ungeeignet:

  • Pellets
  • gepresste Würfel
  • Knabberstangen
  • bunte Körnermischungen
  • Mais, Weizen, Getreideextrudate

Wasser aus Schalen

Kaninchen trinken ebenso wie Meerschweinchen am natürlichsten aus offenen Wasserschalen. Nippeltränken sind ungeeignet, da sie schwer zu reinigen sind, Keime fördern und den Tieren zu wenig Wasser liefern. Schwere Keramikschalen sind die beste Lösung.

Zwerghamster

Artgerechte Haltung

Zwerghamster leben in der Natur in großen unterirdischen Tunnelsystemen und benötigen viel Platz und Struktur. Übliche Kleintierkäfige sind ungeeignet.

Mindestgröße des Geheges

1 m², besser größer.
Einstreu: mindestens 20–25 cm, ideal 30 cm oder mehr für stabile Tunnel.

Laufrad

Durchmesser mindestens 25 cm. Nur geschlossene, sichere Laufräder – keine Gitterräder.

Einrichtung

Zwerghamster benötigen:

  • mehrere Häuschen mit mehreren Ausgängen
  • Korkröhren und Wurzeln
  • Sandbäder
  • Tunnel (Kork, Holz, Pappe)
  • abwechslungsreiche Bodenschichten

Zwerghamster sind absolute Einzelgänger – niemals in Gruppen halten.

Alter/Lebenserwartung

  • Goldhamster: 2–3 Jahre
  • Dsungarischer Zwerghamster: 1,5–2 Jahre
  • Campbell: 1,5–2 Jahre
  • Roborowski: 2,5–3,5 Jahre
  • Chinesischer Zwerghamster: 2–3 Jahre

Welche Hamster sind Einzelgänger?

Immer einzeln halten:

  • Goldhamster
  • Dsungarischer Zwerghamster
  • Campbell
  • Hybride
  • Chinesischer Streifenhamster

Welche nicht?

Roborowski-Zwerghamster leben teils in Gruppen, aber in Haltung meist nicht stabil.

Artgerechte Ernährung

Zwerghamster sind Omnivoren. Hauptnahrung: Saaten, Kräuter, Wurzeln und Insekten.

Grundnahrung

Hauptbestandteil: kleinkörnige Saatenmischung:

  • Hirse
  • Grassamen
  • Negersaat
  • Wildsämereien
  • Ölsaaten
  • wenige Pinien- oder Kürbiskerne

Tierisches Eiweiß

Zweimal pro Woche:

  • Mehlwürmer
  • Heimchen
  • Grillen
  • natürliche Eiweißleckerlis

Frisches Grün

  • Löwenzahn
  • Vogelmiere
  • Kräuter
  • Blattsalate (kleine Mengen)

Frisches Gemüse

  • Gurke
  • Zucchini
  • Fenchel

Frischfutter langsam einführen, da Hamster empfindlich reagieren.

Diabetes-Gefahr

Campbell & Hybride sehr anfällig, Obst vermeiden.

Goldhamster

Goldhamster sind strikte Einzelgänger und werden nur zur Paarungszeit sozial. In Menschenhand müssen sie immer allein gehalten werden. Sie sind nachtaktiv und benötigen tagsüber Ruhe.

Artgerechte Haltung

Goldhamster sind strikte Einzelgänger und werden nur zur Paarungszeit sozial. In Menschenhand müssen sie immer allein gehalten werden. Sie sind nachtaktiv und benötigen tagsüber Ruhe.

Gehegegröße und Gestaltung

Mindestens 1m², größer ist besser.

Einstreu & buddeln

Goldhamster benötigen:

  • mindestens 25–30 cm Einstreu, besser 35–40 cm
  • grabfähige Mischung (z. B. Streu + Heu + Strohpellets + Hanf)
  • mehrere Ebenen und Tunnelhilfen

Sie müssen stabile Tunnelsysteme bauen können.

Wichtiges Zubehör

  • Laufrad 30 cm (keine Gitterräder)
  • mehrere Verstecke mit mehreren Ausgängen
  • Korkröhren, Wurzeln, Tunnel
  • Nagematerial (Äste, Holz)
  • große Trinkschale

Sandbad

Unverzichtbar für Fellpflege:

  • entfernt überschüssiges Hautfett
  • löst Schmutz
  • beugt Parasiten vor

Nur feiner Chinchillasand ist geeignet.

Artgerechte Ernährung

Goldhamster sind Allesfresser. Hauptnahrung besteht aus Saaten, Kräutern, Pflanzenteilen und Insekten.

Hauptfutter: Saatenmischung

Enthalten sein sollte:

  • verschiedene Hirsesorten
  • Grassamen
  • Wildsämereien
  • Ölsaaten (Leinsamen, Sesam, wenig Sonnenblume)
  • getrocknete Kräuter
  • getrocknetes Gemüse

Tierisches Eiweiß

Mehrmals pro Woche:

  • getrocknete Mehlwürmer
  • Heimchen oder Grillen
  • Gammarus/Garnelen
  • Eiweißleckerlis ohne Zucker

Frischfutter

Gut verträglich bei langsamer Gewöhnung:

  • Gurke
  • Zucchini
  • Fenchel
  • Paprika
  • Brokkoli
  • Löwenzahn
  • Vogelmiere
  • Petersilie, Dill, Basilikum

Obst nur selten.

Ungeeignetes Futter

Nicht geeignet:

  • Knabberstangen, Joghurtdrops
  • Süßigkeiten
  • Brot, Nudeln, Reis
  • gewürzte oder gesalzene Lebensmittel
  • Avocado
  • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch
  • rohe Kartoffeln
  • stark wasserhaltige oder blähende Lebensmittel

Meerschweinchen

Artgerechte Haltung

Meerschweinchen sind sehr soziale und sensible Tiere, die in Gruppen leben und niemals alleine gehalten werden dürfen. In der Innenhaltung können sie zu zweit gehalten werden, wenn ausreichend Platz, Struktur und tägliche Beschäftigung vorhanden sind. In der Außenhaltung hingegen sollten Meerschweinchen mindestens zu viert leben, da sie dort stärker aufeinander angewiesen sind, gemeinsam Wärme teilen und sich auch bei Außengeräuschen sicherer fühlen. Das Außengehege sollte dabei mindestens 4m² Grundfläche umfassen, im Idealfall deutlich mehr.

Für Innenhaltung gelten mindestens 2m² für zwei Tiere, und für jedes weitere Meerschweinchen sollte ein ganzer Quadratmeter zusätzlich eingeplant werden. Meerschweinchen benötigen immer mehrere Häuschen mit zwei Ausgängen, sichere Tunnel, erhöhte Ebenen, Schattenplätze, Rückzugsorte und ausreichend Bewegungsfläche. Das Gehege muss trocken, zugfrei und gut belüftet sein.

Gruppenkombinationen

Sehr gut funktionieren gemischte Gruppen aus Weibchen und kastrierten Böcken oder reine Weibchengruppen. Ebenfalls gut können Bockgruppen funktionieren, wenn es sich um sozialisierte Böcke handelt, die früh gelernt haben, harmonisch miteinander umzugehen. Eine solche Bockgruppe sollte immer mindestens einen Erzieher-Bock beinhalten – ein erwachsener, sozial sicherer Bock, der Jungtiere führt, beruhigt, Konflikte klärt und Sozialverhalten vermittelt.

Unkastrierte Böcke oder Böcke ohne erwachsene Führung vertragen sich dagegen häufig nicht dauerhaft. Auch die Kombination aus Kaninchen und Meerschweinchen funktioniert nur dann friedlich, wenn jede Art zusätzlich mindestens einen eigenen Artgenossen besitzt.

Erzieher Meerschweinchen

Ein Erzieher-Meerschweinchen ist ein erwachsenes Tier, das sicher, souverän und sozial kompetent ist. Es zeigt Jungtieren, wie man Rangordnungen bildet, Konflikte löst und sich in der Gruppe respektvoll verhält. Gruppen mit einem erfahrenen Erzieher-Tier sind stabiler und stressärmer.

Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung findet immer direkt auf neutraler Fläche statt – ohne Gittertrennung. Gitter erzeugen Stress, fördern Revierverhalten und können zu Bissverletzungen führen. Auf neutralem Boden orientieren sich die Tiere neu und klären ihre Rangordnung. Dominanzverhalten wie Hinterherrennen, Zwicken oder Drohen sind normal.

Erfolg der Vergesellschaftung erkennt man, wenn:

  • die Tiere entspannt zusammen fressen
  • nebeneinander ruhen
  • kein anhaltender Stress sichtbar ist

Krankheiten erkennen und behandeln

Meerschweinchen verbergen Krankheiten lange.
Warnsignale: Appetitverlust, Gewichtsverlust, struppiges Fell, Atemgeräusche, tränende Augen. Häufige Erkrankungen sind Zahnprobleme, Verdauungsstörungen, Blasensteine, Milben und Atemwegsinfektionen. Behandlung immer beim fachkundigen Tierarzt.

Geschlechtsreife und Kastration

Böcke: geschlechtsreif ab ca. 250 g oder 4–6 Wochen.

Weibchen: ähnlich früh.

Kastration ab 4–6 Wochen möglich. Nachfrist: 6 Wochen, wenn zum Zeitpunkt der Kastration bereits geschlechtsreif.

Artgerechte Ernährung

(Meerschweinchen brauchen zusätzlich Vitamin C!)

Meerschweinchen sind Pflanzenfresser und benötigen sehr rohfaserreiche, wasserreiche und vitaminreiche Nahrung. Hauptnahrung ist immer frisches Grünfutter, nicht Heu. Vitamin C muss täglich über frisches Futter aufgenommen werden.

Grünfutter (täglich unbegrenzt)

Wiesenpflanzen:

  • Gräser
  • Wiesenkräuter aller Art
  • Löwenzahn
  • Spitzwegerich & Breitwegerich
  • Gänseblümchen
  • Schafgarbe
  • Vogelmiere
  • Brennnessel
  • Disteln (jung)
  • Klee (in Maßen)
  • Brombeer-, Himbeer-, Erdbeerblätter

Vitamin-C-reiche Blattgemüse:

  • Paprika
  • Endivie
  • Chicorée
  • Feldsalat
  • Römersalat
  • Radicchio
  • Spinat (kleinere Mengen)
  • Mangold (kleinere Mengen)

Gemüse (ergänzend):

  • Fenchel
  • Sellerie
  • Gurke
  • Zucchini
  • Kürbis
  • Kohlrabiblätter

Kräuter:

  • Petersilie
  • Dill
  • Basilikum
  • Koriander
  • Minze
  • Melisse
  • Fenchelgrün
  • Selleriegrün

Zweige:

  • Apfel
  • Birne
  • Haselnuss
  • Weide
  • Linde
  • Birke

Heu

Heu sollte immer verfügbar sein, aber Grünfutter ist die Hauptnahrung.

Seltene Ergänzungen

  • Karotte
  • Apfel
  • Birne
  • Erdbeeren
  • Wassermelone

Nur selten wegen Zucker!

Verbote

  • Avocado
  • Zwiebel, Knoblauch, Lauch
  • rohe Kartoffeln
  • Tomatenpflanzen
  • Eibe
  • Oleander
  • Buchsbaum
  • Butterblume (frisch giftig)
  • Zimmer- und Zierpflanzen
  • Brot, Knabberstangen, Körnermischungen

Trockenfutter (nur natürliche Ergänzung)

  • getrocknete Kräuter
  • Blätter
  • Blüten
  • kleine Mengen Saaten

Geeignet: reine Kräutermischungen wie Grünhopper
Ungeeignet: Pellets, bunte Mischungen, Knabberstangen, Getreidefutter

Wasser richtig anbieten

Meerschweinchen trinken am gesündesten aus offenen Wasserschalen. Nippel- oder Kugeltränken sind unnatürlich, liefern zu wenig Wasser und fördern Keime. Offene Keramikschalen sind ideal.

Pferde

Artegrechte Haltung

Pferde sind Herdentiere, die täglich viele Kilometer laufen und nie allein leben dürfen. Eine artgerechte Haltung orientiert sich an ihrem natürlichen Verhalten.

Sozialkontakt

Pferde brauchen eine Herde oder stabile Gruppe. Einzelhaltung ist nicht artgerecht und führt zu Stress, Verhaltensproblemen und gesundheitlichen Folgen.

Bewegung

Pferde sind Lauftiere. Sie benötigen:

  • freien Zugang zu Weide oder Auslauf
  • ganztägige Bewegung statt stundenlanges Stehen
  • Offenstall- oder Aktivstallhaltung

Reine Boxenhaltung ist nicht artgerecht, da Pferde dort ihre Bewegung stark einschränken.

Umgebung

Artgerecht ist ein Lebensraum mit:

  • frischer Luft
  • unterschiedlichen Böden (Sand, Erde, Wiese)
  • Schatten und Unterständen
  • Möglichkeiten zur sozialen Interaktion
  • viel Platz zum Laufen, Spielen und Ruhen

Artgerechte Ernährung

Pferde sind Dauerfresser, deren Verdauungssystem auf langes Kauen und faserreiches Futter ausgelegt ist. Die Grundlage jeder Pferdefütterung ist Heu, nicht Kraftfutter.

Heu – das wichtigste Futter

Heu muss dem Pferd über viele Stunden am Tag zur Verfügung stehen. Es hält Verdauung, Psyche und Stoffwechsel gesund.

Weide (saisonal)

Frisches Gras ist eine natürliche Nahrung, aber:

  • langsam anweiden
  • bei rehegefährdeten Pferden Vorsicht
  • kein nasses, frostiges Gras

Kraftfutter – nur, wenn es wirklich nötig ist

Nicht alle Pferde dürfen Kraftfutter bekommen. Viele kommen ohne Kraftfutter viel gesünder zurecht.

Kraftfutter ist nur sinnvoll bei:

  • Sportpferden
  • schwerfuttrigen / untergewichtigen Pferden
  • tragenden/säugenden Stuten
  • kranken oder alten Pferden
  • jungen Pferden im Wachstum

Freizeitpferde brauchen meistens kein Kraftfutter.

Mineralfutter

Mineralfutter ist wichtig für jedes Pferd:

  • Knochen
  • Fell
  • Stoffwechsel
  • Hufe
  • Imunsystem

Hühner

Artgerechte Haltung

Hühner sind sehr soziale Tiere, die in kleinen Gruppen zusammenleben und den ganzen Tag aktiv sind. Sie scharren, picken, baden im Sand und brauchen viel Platz, um ihr natürliches Verhalten auszuleben. Eine artgerechte Haltung orientiert sich daher an Bewegungsfreiheit, Beschäftigung und Sicherheit.

Artgerechter Lebensraum

Viel Platz zum Laufen und Scharren

Hühner sind fast den ganzen Tag auf den Beinen. Artgerecht ist ein großzügiger Außenbereich, in dem sie:

  • scharren
  • picken
  • Gras fressen
  • Würmer suchen
  • sich beschäftigen

Je größer der Auslauf, desto natürlicher und gesünder leben sie.

Abwechslungsreiche Umgebung

Hühner brauchen Strukturen, unter denen sie sich sicher fühlen:

  • Büsche
  • kleine Bäume
  • Verstecke
  • erhöhte Sitzmöglichkeiten
  • Schattenplätze

Diese Elemente reduzieren Stress und bieten Schutz vor Greifvögeln.

Sichere Umzäunung

Der Hühnerauslauf muss gut gesichert sein, damit:

  • Füchse, Marder und Greifvögel keine Gefahr darstellen
  • die Tiere nicht entweichen

Ein raubtiersicherer Bereich ist Pflicht – besonders nachts.

Der Stall

Ein Hühnerstall muss:

  • trocken, zugfrei und gut belüftet sein
  • genügend Sitzstangen bieten
  • ausreichend Legenester haben
  • leicht zu reinigen sein

Nachts schlafen Hühner auf erhöhten Sitzstangen, da sie sich nur dort sicher fühlen.

Sand- und Staubbäder

Hühner benötigen täglich ein Sandbad, um:

  • das Gefieder zu reinigen
  • Parasiten vorzubeugen
  • Stress abzubauen

Ein trockener Sand-/Erdebereich sollte immer zugänglich sein.

Gruppenhaltung

Hühner fühlen sich nur in Gruppen wohl. Artgerecht ist:

  • eine kleine Gruppe mit Hahn oder harmonischem Hennenverband
  • stabile Rangordnung
  • genügend Platz für Ausweichmöglichkeiten

Hygiene & Gesundheit

Regelmäßige Pflege verhindert Krankheiten:

  • Stall sauber halten
  • Parasitenkontrollen
  • Kot beobachten
  • täglich frisches Wasser
  • Sandbad trocken halten

Artgerechte Ernährung

Hühner sind Allesfresser mit Schwerpunkt auf Körnern und Pflanzen, benötigen aber tierisches Eiweiß.

Körnerfutter/Legemehl

Liefert:

  • Energie
  • Mineralstoffe
  • Vitamine
  • Eiweiß für stabile Eierschalen

Frisches Grünfutter

Hühner fressen gerne:

  • Gras
  • Löwenzahn
  • Kräuter
  • Gemüseabfälle (ungespritzt)

Tierisches Eiweiß

Wichtig in Mauser und Legephase:

  • Insekten
  • Mehlwürmer
  • Regenwürmer

Eiweißmangel führt oft zu Federpicken.

Grit & Kalk

Wichtig für:

  • Verdauung
  • harte Eierschalen

Grit hilft, Körner im Magen zu zerkleinern.

Frisches Wasser

Hühner brauchen täglich sauberes Wasser in gut erreichbaren Schalen.

Schafe

Artgerechte Haltung

Schafe sind ruhige, soziale Herdentiere, die niemals allein gehalten werden dürfen. Sie benötigen eine ausgewogene Ernährung aus Gras, Heu und geeigneten Mineralien. Ihr Mineralstoffbedarf unterscheidet sich jedoch stark von dem der Ziegen – besonders beim Kupfer.

Platzbedarf & Haltung

  • mindestens 200–500m² pro Tier, je nach Rasse
  • trockener Unterstand
  • Zaunhöhe mind. 1,20m
  • trockene Liegeflächen wichtig

Pflege – Wolle & Klauen

Wolle:

  • mind. 1× jährlich scheren
  • langwollige Rassen öfter

Klauen:

  • alle 8–12 Wochen kontrollieren
  • feuchte Weiden sind ein Risiko für Klauenfäule

Artgerechte Ernährung

Schafe sind Weidetiere.
Hauptfutter:

  • Gras
  • Heu
  • Kräuter
  • Blätter, junge Triebe

Heu muss ganzjährig verfügbar sein.

Geeignet

  • Weide
  • Heu
  • getrocknete Kräuter
  • Laub ungiftiger Bäume (kleine Mengen)

Nicht geeignet

  • Brot
  • viel Kraftfutter
  • Küchenabfälle
  • schimmeliges Heu oder feuchte Silage

Mineralversorgung

Schafe benötigen Mineralfutter speziell für Schafe:

  • kupferfrei
  • ausreichend Salz
  • Selen, Zink & Spurenelemente

Wichtig:

  • Selenmangel ist in Mitteleuropa häufig
  • Zink wichtig für Haut & Wolle

Kupfer: Schafe reagieren empfindlich!

Schafe dürfen kein kupferhaltiges Mineralfutter bekommen.
Zu viel Kupfer lagert sich in der Leber ein und kann zur schweren, oft tödlichen Kupfervergiftung führen.

Symptome:

  • gelbliche Schleimhäute
  • plötzliche Schwäche
  • braun-roter Urin
  • Atemnot
  • Zusammenbrechen

Wachteln

Artgerechte Haltung

Wachteln sind sehr aktive Bodenbewohner, die in der Natur den ganzen Tag nach Futter scharren, sich verstecken und im lockeren Boden baden. Eine artgerechte Haltung orientiert sich an diesen natürlichen Bedürfnissen – Mindestmaß: mind. 0,5m² pro Wachtel.

Bodenstruktur & Platz zum Scharren

Wachteln brauchen vor allem viel freie Bodenfläche. Artgerecht ist ein Gehege mit:

  • natürlichem Boden (Erde, Sand, Rindenmulch, Stroh, Grasflächen)
  • Bereichen zum Scharren und Picken
  • weichem Untergrund, der die Füße schont

Natürliche Verstecke & Rückzugsorte

Wachteln sind Fluchttiere und fühlen sich nur sicher, wenn sie sich jederzeit verstecken können:

  • dichte Pflanzen (echt oder künstlich)
  • Heuballen
  • kleine Häuschen
  • Büschel aus Stroh oder Ästen

Sandbad – Unverzichtbar

Wachteln baden täglich im Sand, um:

  • Gefiederpflege zu betreiben
  • Parasiten vorzubeugen
  • Stress abzubauen

Gruppenhaltung

Wachteln sind soziale Tiere. Artgerecht ist eine Gruppe ab 4 Tieren.

Harmonische Gruppen entstehen durch:

  • mehr Weibchen als Männchen
  • viele Ausweichplätze
  • ruhige Umgebung

Ruhiger, sicherer Lebensraum

Wachteln erschrecken schnell (Panikflug). Darum brauchen sie:

  • eine sichere, gepolsterte Decke oder ein Netz
  • Schutz vor Regen, Wind und Sonne
  • eine stressarme Umgebung

Artgerechte Ernährung

Hauptfutter

Wachteln bekommen idealerweise hochwertiges Wachtel- oder Legefutter mit:

  • feinen Körnern
  • viel Protein
  • wichtigen Mineralstoffen

Tierisches Eiweiß

In der Natur fressen Wachteln viele Insekten. Daher benötigen sie:

  • Mehlwürmer
  • Heimchen
  • Gammarus
  • Insektenmischungen

Eiweißmangel führt zu schlechter Legeleistung und Gefiederproblemen.

Frisches Grünfutter

Beliebtes Frischfutter:

  • Löwenzahn
  • Vogelmiere
  • Klee
  • Salat (ungespritzt)
  • Kräuter: Petersilie, Basilikum, Dill
  • Grasbüschel

Körner und Saaten zur Beschäftigung

Kleine Mengen Wildsämereien fördern natürliches Suchverhalten.

Wasser & Hygiene

Wachteln brauchen täglich frisches Wasser in:

  • offenen, gut erreichbaren Schalen
  • geschützt vor Verschmutzung

Wasser täglich erneuern.

Mineralien

Wachteln brauchen:

  • Kalk für stabile Eierschalen
  • Mineralien & Spurenelemente
  • Grit für die Verdauung (zum Zerkleinern von Körnern)

Ziegen

Artgerechte Haltung

Ziegen und Zwergziegen sind intelligente, soziale und bewegungsfreudige Tiere. Sie benötigen viel Platz, Klettermöglichkeiten, täglichen Auslauf und geeignete Mineralien. Ziegen dürfen niemals alleine gehalten werden.

Platzbedarf und Gehegeausstattung

  • Zwergziegen: mindestens 200–400m² pro Tier
  • Große Ziegen: mindestens 400–600m² pro Tier

Ziegen brauchen:

  • stabile Zäune (1,50–1,80m)
  • trockene Liegeflächen
  • regendichte, zugfreie Hütte
  • mehrere Fressplätze
  • Kletterpodeste, Baumstämme, Büsche, Sandflächen

Klauenpflege

Klauen alle 4–8 Wochen kontrollieren und schneiden.

Ungepflegte Klauen verursachen:

  • Schmerzen
  • Fehlstellungen
  • Entzündungen
  • Lahmheit

Artgerechte Ernährung

Grundfutter

  • Heu (ständig verfügbar)
  • Wiese, Kräuter, Sträucher
  • Zweige (Weide, Haselnuss, Obstbäume)

Kraftfutter nur für trächtige, laktierende oder stark belastete Tiere.

Mineralstoffversorgung – Kupfer ist entscheident!

Ziegen benötigen Mineralfutter speziell für Ziegen.
Schafmineralfutter ist ungeeignet, da es kupferfrei ist.

Kupfermangel führt zu:

  • struppigem Fell
  • Pigmentverlust
  • Immunschwäche
  • Lahmheit
  • schwachen Jungtieren